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Vorkaufsrecht gezogen: Stadt Monschauerwirbt das Aukloster

Veröffentlicht am 03.09.2014

Vorkaufsrecht gezogen: Stadt Monschau
erwirbt das Aukloster

MONSCHAU. Die Stadt Monschau wird von ihrem gesetzlich verankerten Vorkaufsrecht
Gebrauch machen und das Aukloster an der Austraße in Monschau erwerben. Dies hat
der Rat der Stadt am Dienstagabend in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen.
Die Stadt Monschau hatte die Ausübung eines Vorkaufsrechts zur Diskussion gestellt, nachdem
ein Notar eine bevorstehende Veräußerung eine neu gebildete Monschauer
Immobiliengesellschaft angezeigt hatte.
In der öffentlichen Sitzung des Rates hatten Sprecher aller Fraktionen auf die Bedeutung der
Immobilie für das öffentliche Leben in der Altstadt hingewiesen. „Wir hätten uns gewünscht,
diese Entscheidung wäre erst nach Abschluss des Haushaltssanierungsplans auf uns
zugekommen“, sagte CDU-Sprecher Micha Kreitz mit Blick auf den angekündigten
Investitionsstopp. Die Entscheidung für den Kauf sei aber wichtig, da das Aukloster eine
herausragende Lage und eine vielfache Funktionalität habe. Auch Brigitte Olschewski sprach
von einem attraktiven Gebäude, das wichtig sei für das Leben in Monschau. Auch die SPD sei
für eine Ausübung des Vorkaufsrechts, wünsche sich aber ein Nutzungskonzept. „Kauf und
Unterhaltung der Immobilie dürfen die Bürger nicht zusätzlich belasten“, sagte die
Sozialdemokratin. In diese Kerbe schlug auch Werner Krickel (Grüne). „Dieser zentrale Ort
muss öffentlich bleiben. Aber wir müssen uns Gedanken machen über Kosten, Nutzen und
Erträge“, so der Altstadt-Vertreter.
Dies war dann auch noch einmal der Tenor im nichtöffentlichen Teil, wie Bürgermeisterin
Margareta Ritter berichtete. „Die Verwaltung hat mit auf den Weg bekommen, dass der Kauf
nicht zu einer Mehrbelastung der Bürger führen darf“, sagte Ritter. Die Entscheidung zum Kauf
fiel dann einstimmig, „wenn es nach uns geht, kann der Kaufvertrag nun kurzfristig
unterzeichnet werden“, so die Bürgermeisterin.
Im Aukloster finden jährlich bis zu 15 Konzerte der Musikschule, knapp ein Dutzend andere
Konzerte und bis zu zehn Ausstellungen statt. Darüber hinaus werden die Räume von der
Pfarrgemeinde als Sakristei, von der Monschau Touristik beim Weihnachtsmarkt sowie als
Proberaum während der Monschau Klassik genutzt.