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Monschauer Aukloster soll vor Spekulantengeschützt werden

Veröffentlicht am 03.09.2014

Monschauer Aukloster soll vor Spekulanten
geschützt werden

MONSCHAU. Das Aukloster in Monschau ist für das gesellschaftliche und kulturelle Leben
in der Altstadt von zentraler Bedeutung. Dass im Untergeschoss auch in Zukunft
Konzerte und Ausstellungen ungehindert stattfinden können, ist aus Sicht der Stadt
Monschau keineswegs sicher, da ein Eigentümerwechsel ansteht.
Um diese „Anker-Immobilie“ (Bürgermeisterin Margareta Ritter) für die öffentliche Nutzung zu
erhalten, möchte die Stadt von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Die neue Situation war
am Dienstagabend auch Thema der öffentlichen Sitzung des Stadtrates, der dem Transfer positiv
gegenüberstand. Die Entscheidung über die Nutzung des Vorkaufsrechtes wurde aber erst in der
anschließenden öffentlichen Sitzung getroffen.
Monschauer Aukloster soll vor Spekulanten geschützt werden http://www.aachener-zeitung.de/lokales/eifel/monschauer-aukloster-sol...
1 von 3 03.09.2014 22:45
Leserkommentare
In intensiven Gesprächen, an denen auch alle anderen Fraktionen beteiligt waren, waren zuvor
die haushaltstechnischen Voraussetzungen für den Gebäudekauf abgeklärt worden.
Bürgermeisterin Margareta Ritter bezeichnet den Erwerb der Immobilie aus finanzieller Sicht als
„machbar“.
Das Aukloster schließt sich baulich an die Aukirche an. Im Gebäudekomplex befinden sich
zudem noch mehrere Wohnungen.
Im Jahr 1987 hatte die Stadt das Aukloster an die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG)
Nordrhein-Westfalen verkauft. Insgesamt verfügt die LEG über vier Immobilien in der Altstadt,
von denen sich die Gesellschaft jetzt trennen möchte, da sie ein neues Geschäftsmodell verfolgt.
Bonafide: Nutzung gegen Entgelt
Beim damaligen Verkauf des Au-klosters hat sich die Stadt Monschau ein „dingliches
Vorkaufrecht“ gesichert, das sie nun ausüben möchte. „Für das tägliche kulturelle Leben in der
Monschauer Altstadt hat das Aukloster eine große Bedeutung“, erläutert die Bürgermeisterin. Sie
verweist dabei unter anderem auf zehn bis 15 Konzerte der Musikschule Monschau, acht
Veranstaltungen der neuen Kammerkonzert-Reihe, die Nutzung durch die Monschau-Touristik
beim Weihnachtsmarkt wie auch als Proberäume für die Monschau-Klassik. Weiterhin fänden
rund ein halbes Dutzend Ausstellungen statt.
Beim Verkauf des Grundstückes an einen neuen Eigentümer sieht die Stadt nun das Risiko einer
„spekulativen Vermarktung“. Ritter: „Die Nutzung durch die Stadt Monschau, durch Vereine und
die Allgemeinheit könnten erschwert werden.“
Ins Geschäft einsteigen beim Verkauf des Auklosters möchte die neugegründete „Schloß-
Kloster-Laufen GmbH & Co., eine lokale Investitionsgesellschaft unter Führung der Bonafide-
Immobilien GmbH. Laut Mitteilung von Bonafide seien an dieser Gesellschaft eine
Finanzinvestorin aus Großbritannien wie auch Kaufleute aus Monschau beteiligt. Die
ehemaligen LEG-Objekte Aukloster und ehemaliges evangelisches Jugendheim seien an die
neue Monschauer GmbH gegangen, die Immobilie Richters Eck (Stadtstraße) habe eine
Privatinvestorin erworben.
Die Befürchtungen der Stadt, dass das Aukloster als Spekulationsobjekt seine bisherige Funktion
für die Öffentlichkeit verliere, kann man bei der Bonafide GmbH nicht nachvollziehen: „Einer
öffentlichen Nutzung des Auklosters würde grundsätzlich nichts im Wege stehen, allerdings
gegen Entgelt“, ließ Bonafide-Geschäftsführer Oliver Domes auf Anfrage wissen.